16. Etappe von Storkow nach Wendisch-Rietz am 2.5.2016 (ca. 14 km)

Die Anfahrt zu unseren 66-Seen-Wanderungen gestaltet sich zunehmend aufwändiger, je weiter wir in den Südosten vordringen. Aber auf verschiedenen Wegen gelangen alle auf den Bahnsteig 3 von KönigsWusterhausen, bis auf den Wissenden, der leider einen Anschluss verpasste, was ihn zum Nachsitzen, bzw. –laufen der kurzen Strecke verpflichtet. Da er diesen Weg in früheren Zeiten aber sicher schon mehr als einmal zurückgelegt hat, wird er von der Strafarbeit großzügig freigestellt.

Um 10 Uhr beginnt die Wanderung bei schönstem Wetter am Bahnhof Storkow. Da wir aus verschiedenen Gründen auf diese Vormittagsetappe geeinigt hatten, haben wir Zeit und können statt an der lauten Hauptstraße durch Storkows Stadtzentrum laufen. Es ist Markttag, alles macht im Sonnenschein einen sehr idyllischen Eindruck, die Nazis, sofern es sie hier gibt, schlafen noch ihre Räusche aus. Wir gehen an der verschlossenen Kirche vorbei, kaufen ein Eis und verlassen die Straße hinter der Klappbrücke, alles sehr mutig uns auf den Orientierungssinn verlassend, ohne den blauen Punkt.

Diesen finden wir aber alsbald, wie bei Reschke beschrieben, hinter dem Schwimmbad am Nordostufer des Großen Storkower Sees, bzw. Dolgensees (45). Der Weg ist einfach zu finden und zu wandern, mal laufen wir durch offenes Gelände, mal durch vom ersten frischen Grün geschaffenen halbschattigen Wald. Rechter Hand ist der See oft zu sehen, teilweise nur zu ahnen. Eine für uns unsichtbare Kranichkolonie schreit plötzlich so laut, dass wir an quietschende Maschinenteile in einer Fabrik denken müssen. In Dahmsdorf legen wir an der alten, gerade frisch renovierten Dorfkirche eine kurze Rast ein. Die Kirche ist überraschenderweise geöffnet, sodass wir uns das schlichte, aber doch (oder gerade deshalb) beeindruckende Kleinod von innen ansehen können.

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Wir verlassen Dahmsdorf und gehen abwärts, also dem See entgegen. Einen Kilometer geht es jetzt in Ufernähe weiter, dann kreuzen wir das Wendisch-Rietzer Fließ um schließlich im Ort Richtung Hafen von der Hauptstraße abzubiegen. Es geht vorbei an neuen Ferienhäusern, die auf ihre erste Saison warten. Das Restaurant öffnet aus technischen Gründen erst um 16 Uhr, die gegenüberliegende Pizzeria hat Ruhetag. Also belassen wir es bei einem Imbiss im Bootsverleih am Scharmützelsee. Schöner Garten, leider im doch recht kühlen Schatten. Der Mann mit dem Rasentrimmer beendet glücklicherweise bald seine Arbeit, so dass wir die Ruhe bei Pommes, Bratwurst und ähnlichen Köstlichkeiten genießen können. Rechtzeitig, d.h. mehr als eine halbe Stunde vor Zugabfahrt, machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um über KönigsWusterhausen wieder in die Stadt zu fahren.

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